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Nachfolger gesucht

Unser Kurator beim Schweizerischen Nationalmuseum, Felix Graf, geht Mitte 2017 in Pension. Das SNM hat die Nachfolge ausgeschrieben: 
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Schweizer Grafikdesign und die UNESCO

Im März 2013 hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) eine Expertengruppe beauftragt, zuhanden des Bundesrates eine «Liste des immateriellen Kulturerbes in der Schweiz» zu erstellen. Im Hinblick auf eine Anerkennung der Vorschläge durch die UNESCO hat die Expertengruppe empfohlen, jene Traditionen zu priorisieren, die gekennzeichnet sind durch: sinn- und identitätsstiftendes Potential (Relevanz für eine Mehrheit gesellschaftlicher Gruppen in der Schweiz); Anpassungsfähigkeit und Nachhaltigkeit (Dynamik und Entwicklungsfähigkeit der Traditionen, Relevanz für künftige Generationen); Beispielhaftigkeit (Originalität der Traditionen, Beitrag zur Vielfalt der UNESCO-Listen); Potential zur internationalen Zusammenarbeit (das Übereinkommen räumt multinationalen Kandidaturen Priorität ein).
Auf der Grundlage dieser Kriterien hat die Expertengruppe acht Traditionen ausgewählt, zu denen auch Schweizer Grafikdesign und Typografie gehören.
Die Berufsverbände Schweizer Grafiker Verband (SGV) und Swiss Graphic Designers (SGD) sowie die wichtigsten Hochschulen der Branche (ECAL, ZHdK, HKB, FHNW, HEAD, SUPSI, HSLU) unterstützen diese Kandidatur. Das Schweizerische Nationalmuseum, die Swiss Graphic Design Foundation, das Museum für Gestaltung in Zürich, das Musée de design et d’arts appliqués contemporains in Lausanne und das Gewerbemuseum Winterthur befürworten die Kandidatur ebenfalls.
Im Oktober 2014 hat der Bundesrat hat diese Vorschläge gutgeheissen und den Experten-bericht zur Veröffentlichung freigegeben.

Zu den Perspektiven dieses ersten Schritts: Die Vertragsstaaten des UNESCO-Übereinkommens können im Grundsatz nur eine Kandidatur pro Jahr zur Einschreibung einreichen. Das erste Schweizer Dossier zum Winzerfest in Vevey soll den zuständigen Gremien im März 2015 vorgelegt werden und würde bei Annahme frühestens im November 2016 in der Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen werden.
Für die Swiss Graphic Design Foundation kann die Zugehörigkeit ihres Sammlungsbereichs zum immateriellen Kulturerbe der Schweiz von grosser Bedeutung sein für ihre nationale Anerkennung und für Möglichkeiten der staatlichen und privaten Unterstützung.

Platz für Ausstellungen der Swiss Graphic Design Foundation

Das RappazMuseum in Basel ist dem Basler Grafiker und Künstler Rolf Rappaz (1914–1996) gewidmet. Mit seiner Werbegrafik hat Rappaz zwischen 1935 und 1970 grosse Erfolge gefeiert und wesentlich zur Ausprägung des Schweizer Grafikstils der Nachkriegszeit beigetragen. Dagegen ist sein umfangreiches künstlerisches Werk, das ab den 1960er Jahren entstanden ist, bis heute zu wenig bekannt.

Seit 2008 ist das ehemalige Atelierhaus des Künstlers ein Museum, wo auf drei Stockwerken die beiden Pole – angewandte Grafik und freie Kunst – öffentlich zugänglich gegenüber stehen. Das RappazMuseum beschränkt sich aber nicht nur auf das Erhalten und Verbreiten des Werkes von Rolf Rappaz, sondern versteht sich als lebendiges Kunst- und Kulturzentrum.

Als solches hat die Leitung der SGDF offeriert, im Haus thematische Ausstellungen zur Basler Grafikszene zu veranstalten.

Die neue Sammelung Gebrauchsgrafik des Schweizerischen Nationalmuseums wächst gut

Bis Ende 2015 hat die SGDF dem Schweizerischen Landesmuseum insgesamt 23 bearbeitete Vor- und Nachlässe übergeben. Mit diesem beachtlichen Zuwachs repräsentiert die Sammlung heute zahlreiche  Meister der Gebrauchsgrafik, welche das wichtige kulturelle Erbe immer besser repräsentieren.

Das grafische Schaffen der Suisse romande

Die Swiss Graphic Design Foundation hat bereits 2013 eine Expertengruppe unter der Leitung ihres Stiftungsrates René Ciocca eingesetzt, welche sich mit den Lebenswerken von GestalterInnen aus der Suisse romande befasst. Als erstes Oeuvre bearbeitet die Stiftung dank der Grosszügigkeit seiner Familie das Schaffen des Genfer Grafikers und Designers Georges Calame (1930–1999).

Fritz Bühler (1907–1963)

Im Dezember 2015 publiziert die Swiss Graphic Design Foundation die erste umfassende Dokumentation über das Denken und Wirken des früh verstorbenen Basler Grafikers und frühen Werbeberaters Fritz Bühler.
Von seinem umfangreichen Lebenswerk sind kaum mehr Originale vorhanden. Umso wichtiger war es der Stiftung, das Denken und Schaffen dieser vielseitig begabten Persönlichkeit gründlich zu recherchieren und für die Nachwelt zu erfassen.

Tätigkeitsbericht 2014 /2015

Übernahme von wichtigen Teilen des Nachlasses von Celestino Piatti
(1922–2007)

Dank einer überaus grosszügigen Schenkung von Frau Ursula Piatti, übernimmt die Stiftung wichtige Teile aus dem Lebenswerk des grossen Meisters. Dabei handelt es sich um Original-Entwürfe für über tausend Buchumschläge, die Piatti in verschiedensten Techniken für dtv gestaltet hat. Hinzu kommen Teile seines plakativen Schaffens sowie Arbeiten für verschiedene Werbemittel.

Personelles

René Ciocca, Leiter der Abteilung Corporate Culture der Nestlé AG in Vevey, ist neues Mitglied des Stiftungsrats der Swiss Graphic Design Foundation. Er wird primär die Kontakte in der Romandie aufbauen und betreuen.

Sascha Lötscher, eine auch international bekannte Gestalterpersönlichkeit und Partner von Gottschalk+Ash Int’l AG, Zürich, gehört neu dem Stiftungstrat an.